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Merkel dankt USA für Hilfe bei Wiedervereinigung

Merkel sprach vor dem US-Kongress (APA (dpa))

Die deutsche Bundeskanzlerin Merkel hat den USA in einer Rede vor dem US-Kongress für ihre Hilfe zum Fall der Mauer vor 20 Jahren gedankt. "Ich weiß, und wir Deutsche wissen, wie viel wir Ihnen, unseren amerikanischen Freunden, verdanken. Niemals werden wir - werde ich ganz persönlich - Ihnen das vergessen", sagte Merkel am Dienstag. Ihre Rede wurde mehrmals von Ovationen unterbrochen.

Mit scharfen Worten äußerte sich Merkel zum Konflikt über das iranische Atomprogramm. "Eine Atombombe in der Hand des iranischen Präsidenten, der den Holocaust leugnet und Israel das Existenzrecht abspricht, darf es nicht geben", sagte die CDU-Chefin. Nicht nur Israel werde bedroht, sondern die ganze freie Welt. "Wer Israel bedroht, bedroht auch uns", sagte sie.

Merkel forderte mehr Anstrengungen der Staatengemeinschaft zum Klimaschutz. "Wir alle wissen: Wir haben keine Zeit zu verlieren. Wir brauchen eine Einigung auf der UN-Klimakonferenz im Dezember in Kopenhagen", sagte sie. Zentrales Ziel müsse es sein, die globale Erwärmung auf höchstens zwei Grad zu begrenzen.

Forderungen aus den USA nach mehr deutschen Soldaten in Afghanistan konterte Merkel mit dem Hinweis, dass Deutschland dort bereits das drittgrößte Truppenkontingent stelle. Sie warb für das Konzept der "vernetzten Sicherheit" aus zivilem und militärischen Engagement und sagte, das Ziel müsse eine "Übergabestrategie in Verantwortung" sein. Diese müsse auf einer UN-Konferenz 2010 entwickelt werden. "Deutschland stellt sich dieser Verantwortung", sagte die Kanzlerin.

Zur Finanzkrise sagte Merkel, die Welt müsse die Lektion lernen, dass die globale Wirtschaft eine globale Ordnung brauche. Es gehe um mehr Transparenz und Kontrolle der Finanzmärkte, sonst werde der Missbrauch von Freiheit wieder Instabilität fördern.

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